Digitale Spielwiesen: Ein Gymnasiast stellt (fast) alles online

Zu meinen ungewöhnlichsten Fundstücken im Web zählen die schulischen Aufzeichnungen von Ingo Blechschmidt. Der junge Mann aus Augsburg hatte beginnend mit dem 9. Schuljahr Mitschriften aus allen gymnasialen Fächern per Computer aufbereitet, auch alle Hausaufgaben. Im pdf-Format, teilweise auch in HTML stellte er sie später online – zu finden sind sie (noch) unter der kryptischen URL http://m19s28.dyndns.org/iblech/. Insgesamt sind es knapp 2500 Seiten.
Blechschmidt, nebenbei auch in der Linux-Community unterwegs, ist mittlerweile  Doktorand der Mathematik an der Uni Augsburg.
Man kann solchen Eifer natürlich nicht allen zur Nachahmung empfehlen, Begabung schon gar nicht.
Hier war jugendlicher Enthusiasmus für den Computer und das, was damit gemacht werden kann, dem schulischen Erfolg erkennbar nicht abträglich. Das digitale Medium eröffnete statt dessen einem Begabten und Begeisterten eine Spielwiese zur kreativen Entfaltung, er machte sich sein eigenes (anspruchsvolles) Programm.  So gibt es also auch Gründe für einen Kulturoptimismus.